Tattoo Pflege: so heilt dein neues Tattoo gut ab

Pfotenabdrücke mit Schriftzug als Erinnerungs-Tattoo am Unterarm

Gute Tattoo-Pflege ist einfach: sauber halten, dünn eincremen, nicht kratzen und drei Wochen raus aus Sonne, Solarium und Schwimmbad. Ein frisches Tattoo ist eine Wunde, die mehrere Wochen braucht, bis sie verheilt ist. Hier liest du, wie wir es dir bei Skin Hunter Tattoo in Paderborn-Schloß Neuhaus nach jedem Termin erklären, Tag für Tag.

Das Wichtigste in Kürze

Unsere Tattoo Pflege Tipps passen auf einen Zettel, und genau so bekommst du sie bei uns mit:

  • Hände waschen,

    bevor du das Tattoo berührst.

  • Folie:

    normale Folie nach 2 bis 4 Stunden ab, spezielle Heilfolie kann bis zu 5 Tage drauf bleiben. Welche du hast, sagen wir dir beim Termin.

  • 2 Wochen

    kein Sport mit starkem Schwitzen.

  • Waschen

    mit lauwarmem Wasser und pH-neutraler, unparfümierter Seife, dann trocken tupfen.

  • Dünn eincremen,

    meist 2 bis 4 Mal am Tag, mit einer Tattoo-Pflegecreme wie der Pegasus Tattoo Creme.

  • Nicht kratzen,

    Schorf nicht abziehen.

  • 3 Wochen

    keine Sonne, kein Solarium, kein Schwimmbad, keine Badewanne.

Warum das so wichtig ist: Beim Tätowieren entstehen viele kleine Wunden in der Haut. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist die mehrwöchige Wundheilung eine häufige Phase, in der Keime in die Wunde gelangen können, zum Beispiel über die Hände beim Eincremen. Saubere Hände und saubere Pflege sind deshalb kein Extra, sondern der Kern.

Tag 1: Folie, erstes Waschen, erstes Eincremen

Nach dem Stechen decken wir dein Tattoo mit Folie ab. Normale Folie nimmst du nach 2 bis 4 Stunden ab. Eine spezielle Heilfolie kann bis zu 5 Tage drauf bleiben. Welche Folie du hast, sagen wir dir beim Termin.

So gehst du vor, wenn die Folie runterkommt:

  1. Hände waschen.

    Das Tattoo ist eine offene Wunde, behandle es auch so.

  2. Folie lösen.

    Klebt sie fest, löst du sie am besten unter der Dusche mit etwas Wasser.

  3. Tattoo waschen.

    Lauwarmes Wasser und eine pH-neutrale Seife ohne Parfüm. Sanft mit der Hand, ohne Waschlappen und ohne Rubbeln.

  4. Trocken tupfen.

    Mit einem sauberen Tuch, nicht reiben.

  5. Trocknen lassen.

    Die Stelle darf jetzt noch einige Stunden an der Luft trocknen. Dass sie dabei etwas nässt, ist normal.

  6. Dünn eincremen.

    Danach beginnt die eigentliche Pflege mit einer hauchdünnen Schicht Creme.

Am ersten Tag ist die Haut um das Tattoo meist rot, leicht geschwollen und empfindlich. Das gehört dazu und lässt in den nächsten Tagen nach.

Tage 2 bis 7: Tattoo Pflege die ersten Tage

In der ersten Woche entscheidet sich viel. Wasche das Tattoo 2 bis 4 Mal am Tag und creme es danach dünn ein. Wie oft genau, hängt auch von deinem Hauttyp ab. Dünn heißt wirklich dünn: Die Haut soll nicht austrocknen, aber auch nicht aufweichen. Glänzt die Stelle nach ein paar Minuten noch nass, war es zu viel.

Darauf achtest du in diesen Tagen:

  • Kurz duschen statt baden.

    Die Wunde darf nicht aufweichen. Badewanne, Schwimmbad, Sauna und Badesee lässt du weg, ebenso Salz- und Chlorwasser.

  • Lockere Kleidung.

    Weite, saubere Sachen, die nicht scheuern. Klebt Kleidung am Tattoo fest, nicht abreißen, sondern feucht ablösen.

  • Frische Luft.

    Lass das Tattoo so oft es geht atmen.

  • Keine Kosmetik.

    Keine Body Lotion mit Duft, keine Abschmink- oder Pflegecremes aus dem Bad, kein Make-up auf der Stelle.

  • Schmutz und Schmuck fernhalten.

    Uhren, Armbänder und Ringe sollten nicht auf dem frischen Tattoo reiben.

  • Sport mit starkem Schwitzen

    lässt du 2 Wochen lang weg, Massagen an der Stelle in der ganzen Heilphase.

Für feine Motive wie Fineline gilt dieselbe Anleitung. Je weniger du an der Haut herumdrückst, desto ruhiger heilt sie.

Realistic-Tattoo mit Auge, Uhr und Kompass an der Wade in Schwarz-Grau

Woche 2 bis 4: Schorf, Jucken, Geduld

Jetzt beginnt die Phase, in der das Tattoo am meisten nervt. Die Haut wird trocken, schuppt sich und bildet stellenweise einen dünnen Schorf. Dazu kommt oft Juckreiz.

Die wichtigste Regel: nicht kratzen und nichts abziehen. Der Schorf löst sich bei guter Pflege von selbst in kleinen Stücken. Wenn du nachhilfst, kann an der Stelle Farbe verloren gehen. Juckt es stark, hilft meist eine dünne Schicht Creme.

Creme weiter, wenn sich die Haut trocken anfühlt. Zum Ende der Heilung brauchst du das immer seltener. Sonne, Solarium und öffentliche Bäder bleiben mindestens bis zum Ende der dritten Woche tabu.

Wenn nach der Heilung eine Stelle nicht ganz gleichmäßig ist, kein Problem: Nachstechen ist bei uns ein halbes Jahr lang kostenlos. Danach kostet es je nach Motiv etwas. Melde dich einfach, sobald das Tattoo ganz abgeheilt ist.

Blitze in feinen schwarzen Linien über den ganzen Arm

Danach: Sonnenschutz für immer

Ist das Tattoo verheilt, ist die Pflege fast vorbei. Eine Sache bleibt: Sonne. UV-Licht lässt Tattoo-Farben mit der Zeit verblassen. Das Bundesumweltministerium rät deshalb, auch abgeheilte Tattoos nicht zu viel Sonne auszusetzen und auf guten Sonnenschutz zu achten.

Für den Alltag heißt das:

  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, wenn das Tattoo draußen in der Sonne ist.
  • Im Sommer lieber Kleidung drüber, wenn du lange draußen bist.
  • Ab und zu eine unparfümierte Feuchtigkeitscreme hält die Haut geschmeidig.

So bleiben Linien und Schatten lange klar. Das gilt für kleine Motive genauso wie für große Tagessitzungen.

Taschenuhr und Geldscheine in Schwarz-Grau am Unterarm

Tattoo Creme: was wir empfehlen und was nicht

Welche Tattoo Creme die richtige ist, fragen uns viele nach dem Termin. Unsere Antwort ist kurz:

  • Unsere Empfehlung:

    eine spezielle Tattoo-Pflegecreme wie die Pegasus Tattoo Creme. Die legen wir dir nach jedem Termin ans Herz.

  • Keine Vaseline.

  • Keine parfümierten Cremes

    und keine Kosmetik auf der frischen Stelle.

Egal, welche Creme du nimmst: dünn auftragen, nur mit frisch gewaschenen Händen und immer auf die gereinigte Haut. Wenn du eine andere Pflege nutzen willst, sprich uns beim Termin darauf an. Wir sagen dir ehrlich, was wir davon halten.

Abstraktes Tattoo mit Kreisen und Tuschespritzern am Unterarm

Wann du zum Arzt solltest

Rötung, leichte Schwellung und Empfindlichkeit sind in den ersten Tagen normal. Laut Bundesumweltministerium kann sich die Wunde aber infiziert haben, wenn das länger als ein paar Tage anhält.

Geh bitte zum Arzt, wenn du eines davon bemerkst:

  • Die Rötung wird von Tag zu Tag stärker oder breitet sich aus.
  • Die Stelle wird heiß, schwillt stärker an oder tut mehr weh statt weniger.
  • Es tritt Eiter aus.
  • Du bekommst Fieber oder fühlst dich krank.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, bei Anzeichen einer Infektion umgehend einen Arzt aufzusuchen. Warte damit nicht ab. Gib uns gern zusätzlich Bescheid, damit wir wissen, wie es deinem Tattoo geht.

Schriftzug Familia mit Kreisen und Jahreszahlen am Oberarm

Pflege beginnt schon vor dem Termin

Ein Tattoo heilt besser, wenn du ausgeruht und gesund zum Termin kommst. Wie du dich vorbereitest, steht in der Checkliste zur Tattoo-Vorbereitung.

Mehr dazu, was du vor dem ersten Tattoo wissen solltest, und wie du mit Schmerzen beim Stechen umgehst, findest du in unserem Tattoo-Ratgeber.

Häufige Fragen zur Tattoo-Pflege

Wie lange muss man ein Tattoo eincremen?

So lange, bis die Haut ganz verheilt ist, meist einige Wochen. In der ersten Woche 2 bis 4 Mal am Tag nach dem Waschen, später nur noch, wenn sich die Haut trocken anfühlt. Danach reicht ab und zu eine unparfümierte Feuchtigkeitscreme.

Wann darf ich mit einem neuen Tattoo duschen?

Kurz duschen geht, sobald die Folie ab ist. Wichtig ist, dass die Wunde nicht aufweicht. Baden, Schwimmbad und Sauna lässt du mindestens 3 Wochen weg.

Wann darf ich mit dem Tattoo in die Sonne?

Frühestens nach 3 Wochen und auch dann nur mit Sonnenschutz. In der Heilphase hältst du die Stelle bedeckt oder im Schatten, Solarium ist in dieser Zeit tabu. Ein abgeheiltes Tattoo schützt du dauerhaft mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Welche Creme nehme ich für ein frisches Tattoo?

Wir empfehlen eine spezielle Tattoo-Pflegecreme wie die Pegasus Tattoo Creme, keine Vaseline. Wichtiger als die Marke ist, dass du dünn cremst und nur mit sauberen Händen.

Mein Tattoo juckt, was kann ich tun?

Jucken ist in der Heilphase normal. Nicht kratzen, sondern dünn eincremen. Wird es dabei rot, heiß oder schmerzhaft, lass es ärztlich ansehen.

Ist Nachstechen bei euch kostenlos?

Ja, ein halbes Jahr lang. Melde dich, wenn das Tattoo verheilt ist und dir eine Stelle auffällt. Danach kostet Nachstechen je nach Motiv etwas.

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